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Welche statistischen Kennwerte sollte man in seinen Ergebnissen berichten?


Relevante Kennwerte in den Ergebnissen


Welche Statistiken und welche Kennwerte soll man denn nun berichten, wenn man Ergebnisse denn berichten muss? Gibt es dazu irgendwelche Leitlinien? Ja, die gibt es. Jedes Journal (Jama, Lancet, BMC) hat Leitlinien, was die Editoren gerne sehen möchten (z.B. Effektmaße plus Konfidenzintervall). Möchte man ein Paper dort veröffentlichen, sind Formalien dieser Art klarerweise einzuhalten.

Aber was soll man denn nun berichten? Wenn man stetige Werte hat, dann Mittelwert ± Standardabweichung und dazu ein Relevanzmaß wie z.B. Cohens D? Oder wenn man Häufigkeiten hat, dann %-Werte für Inzidenzen und Odds-Ratio für Gruppenvergleiche?

Meiner Meinung ist die Entscheidung einer belegbar dokumentierten Apriori-Hyothese das Allerwichtigste, am besten auf Basis eines voraussetzungsfreien Effektmaßes. Ideal wäre, wenn die Hypothese auch halbwegs ordentlich aus der Theorie abgeleitet ist. Häufig verwendete Effektstärken (Cohen, r, eta²) sind rein statistische Größen und hängen mir zu stark von der Fehlervarianz der aktuellen Studie ab. Und sie eignen sich seltenst dafür, dass ein Forscher oder Statistik-Laie seine Effekterwartung apriori so überhaupt beziffern, geschweige denn in eine saubere Apriori-Hypthese packen kann. Evtl. geht das bei Cohens D, aber nur mit Vorbildung.

Es läßt sich selten aus empirischen Daten entscheiden, welche Kennwerte zu verwenden sind, denn es gibt so gut wie nie echte empirische Belege und Nachweise, dass das alles so stimmt. Cohen zumindest hat keine Nachweis-Studien geliefert, die seine ausgedachten Schwellen auch nur im Ansatz belegen können. Auch bei einer obligatorische Verwendung von R², der aufgeklärten Varianz, gibt es seltens Daten und Studien, die belegen, dass diese zu verwenden ist.

Ein einziger p-Wert ist schon einmal gar nicht so schlecht. Hiermit läßt sich eine Aprioi-H0 klar verwerfen oder beibehalten. Damit ist die Forschungsfrage erst einmal beantwortet. Nimmt man mehr Kennwerte hinzu z.B. die Effektstärke (Cohen) dann ist das unadjustiertes multiples Testen. Wenn schon ein Effektmaß dazukommt, würde man das in die Apriori-Hypothese einbauen müssen und damit dann eine Entscheidung treffen. Wenn dann ein zweiter Test einen ergänzenden p-Wert liefert, wäre das dann wiederum multiples Testen. Fazit:


SPSS, R, und andere Apps für die Statistik


SPSS

PSPP als freie Alternative vs. SPSS

R als kostenlose Alternative

Vergleich von R vs SPSS vs. Jamovi vs SAS

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Weitere Links

SPSS, das Allround-Knife

Der Chi²-Test

Eine ANOVA zur Frage von Gruppenunterschieden (ANOVA = Analysis of Variance)

Der t-Test zur Frage von Gruppenunterschieden

Der t-Test zur Frage, ob sich Messwiederholungen unterscheiden

Der U-Test zur Frage von Gruppenunterschieden

R, ein kostenloses Programm mit starker Verbreitung

Übereinstimmung zweier Methoden graphisch anzeigen lassen (Bland-Altman Plot)

Ein lineares Vorhersagemodell rechnen (eine lineare mulitple Regression)

Eine Korrelation rechnen

Eine Rang-Korrelation (nach Spearman) rechnen

Fragen zusammenfassen (summieren, aggregieren)

Eine mixed ANOVA (Vergleich zwischen Gruppen, die eine Messwiederholung haben) rechnen

Ein Torten-/Kuchen-Diagramm in 3D

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