Pakete im Vergleich
Die am häufigsten genutzten Pakete, um sich mit Statistik zu beschäftigen (oder wahlweise, um sich damit herumzuärgern) sind meiner Erfahrung und persönlichen
Meinung nach (gilt für diese gesamte Seite) das R, das SPSS, dann das Jamovi und letztlich auch das SAS.
Hier sind Vor- und Nachteile:
Fazit und Zusammenfassung
R ist aktuell der Standard an Universitäten, für moderne Data Science und demnächst auch für klinische Studien. Null Euro Kosten ist natürlich immer ein unschlagbares Argument.
R bietet unbegrenzte Möglichkeiten, erfordert aber die Bereitschaft, sich auf das Scripten einzulassen. Dafür wird man aber auch belohnt. Hier z.B.
ein einfaches Beispiel für einen Chi²-Test, es genügt ein Einzeiler. 4 Häufigkeiten eingeben (siehe rote Zeile weiter unten),
Zeile abschicken, p-Wert ablesen, fertig. Schneller geht es kaum. Wenn Sie einen exakten Fisher-Test brauchen, weil Ihre Häufigkeiten klein sind,
ersetzen Sie in dem Code einfach das 'chisq' durch ein 'fisher' und fertig ist (es reicht, lediglich den p-Wert abzulesen).SPSS ist ideal, wenn man eine vertraute, menübasierte Oberfläche ohne Programmierung benötigt. Wird oft in der akademischen Forschung genutzt. Jamovi: Eine moderne, kostenlose Alternative zu SPSS, die auf R basiert. Es ermöglicht den einfachen Einstieg über eine grafische Oberfläche und ist ideal, um R zu lernen, da es den R-Code anzeigt. SAS: Der "Panzer" unter den Statistikprogrammen. Sehr etabliert, sehr stabil, sicher und ideal für sehr große Datenmengen in der Industrie (z. B. klinische Studien). Ich höre immer, es sei 'validiert', suche die Validierungsdokumentation allerdings bis heute (hatte bisher noch kein Finderglück). Hier der R-Code für das obige R-Beispiel. Es geht um die Frage, ob sich 2 Gruppen (10 vs 30 Inzidenz-Fälle), in ihren Inzidenz-Raten unterscheiden. Und ja, in dem Beispiel tun sie dies (p < 0.05). chisq.test(matrix(c(10,20,30,20), nrow = 2)) |